Kapitel I

Leseprobe

Diese Zeilen schrieb Hanne!!!!!

Es ist Freitag, der 3.05.2013, gegen 19.00 Uhr. Ich sitze mit meinem

Mann in der Praxis unseres Hausarztes. Auf dem Schreibtisch blinkt der

PC, dort steht der Bericht meiner Magenspiegelung vom 29.04. Das

Kauderwelsch kann ich nicht lesen, aber ein Wort sofort, Karzinom.

Immer wieder wiederhole ich dieses Wort Karzinom. Ich sage zu

meinem Mann, dieses Wort klingt nicht gut, und wir probieren es aus

unserem Gedächtnis zu streichen. Die Arzthelferin kommt kurz rein und

benimmt sich sehr auffällig. Na ja, bei so einer Diagnose ist es gut,

wenn die Partner zusammen da sind. Was für ein Geschwätz.Ja, ich

hatte nach der Magenspiegelung schon so ein Bauchgefühl und ich sah

es in den Augen der wirklich lieben, behandelnden Ärztin. Ein leichtes,

kurzes nicht in die Augensehen nach meiner Frage, wie lief die

Magenspiegelung. Mein Bauchgefühl regte sich und summte immer

wieder Lörchen nicht gut. War ich an diesem Abend angespannt, Nein,

hatte ich Angst? Nicht wirklich. Doch das Wort Karzinom schwebte im

Raum. So saßen mein Mann und ich in dem kleinen Sprechzimmer und

dann kam er, mein Hausarzt. Recht locker versuchte er ein Gespräch (so

ein Arschloch) und plapperte vor sich hin, bis ich ihn unterbrach und

fragte, ob Karzinom bösartig sei. Tja, und dann wand er sich von einem

Moment in den Nächsten. Mit so Sätzen wie, “ Ah, dass hätte ich nie

gedacht und nee, dafür gab es doch keine richtigen Anzeichen.“ Naja,

dass kommt so selten vor und Bla, Bla Bla. Ich unterbrach ihn und

fragte noch einmal. Ist es böse? Und dann fiel dieses Wort Krebs. Im

ersten Moment ließ ich das Geschehene über mich ergehen. Auch die

Entschuldigung meines Arztes und dann sprang ich auf und lief aus dem

Sprechzimmer mein Mann hinterher. Ich brauchte Luft, Wasser und ich

konnte das Gelaber nicht mehr hören. Dann lief ein Film in meinem

Kopf ab. Wie sage ich es meiner Tochter, wie meiner Familie und was

bedeutet dieses Wort Krebs. Wir gingen wieder ins Sprechzimmer....

 

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Copyright © 2018 Gisela Schwan

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